Mehr Frische, mehr Kontur, mehr Männlichkeit: Vor allem 40- bis 59-jährige Geschäftsmänner nutzen moderne Anti-Aging-Strategien, um so auszusehen, wie sie sich fühlen.

Immer mehr Männer interessieren sich für die Möglichkeiten der ästhetischen Medizin: Jeder fünfte Patient, der die Praxis von Patricia und Alexandra Ogilvie betritt, ist ein Mann. Rund jeder dritte kommt auf Empfehlung seiner Partnerin. Doch welche Methoden bietet die moderne Anti-Aging-Medizin?

Botox gegen Falten

Zu den traditionellen Anti-Aging-Strategien gehört Botox, das vor allem gegen Zornesfalten angewandt wird. Aber auch Lach- und horizontale Stirnfalten sowie ausgeprägte Kaumuskeln lassen sich mit Botulinumtoxin behandeln. Die glättende Wirkung tritt nach zwei Wochen ein und hält um die vier Monate. Zu den Risiken gehören Blutergüsse und Hautreizungen. Die Angst vor einem maskenartigen Gesicht ist in der Regel unbegründet: Bei sachgemäßer Behandlung wirkt das Ergebnis stets natürlich. Entscheiden Sie sich daher für einen spezialisierten Arzt mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet.

Die Alternative: Thermalifting

Gegen Falten hilft nicht nur Botox, sondern auch Radiofrequenzenergie, die Kollagenfasern auf bis zu 70 Grad erhitzt. So wird der Körper angeregt, neues Kollagen zu bilden und Falten zum Verschwinden zu bringen. Weil die Hitze auch den Fettzellen zu Leibe rückt, können die Wangen hinterher eingefallen wirken. Eine professionelle Anwendung verhindert diese unerwünschten Nebeneffekte. Allerdings entfaltet das Thermalifting nicht bei jedem Patienten die erhoffte Anti-Aging-Wirkung.

Die aufpolsternde Wirkung von Fillern

Mit dem Alter kommen oft nicht nur Falten, sondern auch dunkle Augenringe und  Tränensäcke. Das Gesicht wirkt schlaff und müde. Dagegen helfen Filler: Hyaluronsäure produziert der Körper auch selbst und ist daher besonders verträglich. Ihre aufpolsternde Wirkung hält bis zu 24 Monate an, dann hat sie der Körper vollständig abgebaut. Bei Männern müssen Ärzte besonders darauf achten, Hyaluronsäure nicht zu weit im oberen Mittelgesicht zu spritzen, um ein weiblich wirkendes Ergebnis zu vermeiden. Zu den Risiken gehören Rötungen, blaue Flecken und Knötchenbildungen.

Strategien gegen Haarausfall

Ein typisches Männerproblem, das manche schon mit Mitte 20 betrifft, ist Haarausfall. Insgesamt vier von fünf Männern haben lichtes Haar, meist bedingt durch ihre Gene. Auch für dieses Problem hat die ästhetische Medizin eine Lösung gefunden: Einzelne oder in Streifen zusammengefasste Haare werden dem Hinterkopf entnommen und in die kahlen Stellen eingesetzt. Dort beginnen sie, nach drei bis fünf Wochen wieder zu wachsen. Wer die aufwendige Operation scheut, kann das Haarwachstum durch sogenannte Microneedling-Verfahren wieder anregen. Hierbei werden Wachstums-stimulierende Cocktails mithilfe feinster Nadeln unter die betroffene Stelle in der Kopfhaut eingebracht. Das Wiederwachsen beginnt etwa drei Monate nach der Therapie. Es sind mindestens vier Therapie-Sitzungen (ab 200.- EUR) nötig. Der Vorteil des Microneedlings: Es wird ambulant durchgeführt, verursacht keine Down-Time und ist wesentlich günstiger als die Haartransplantation.

Moderne Lasertherapie bei Hautveränderungen

Es gibt verschiedene Laser, die bei Aknenarben, Tätowierungen, unerwünschten Haaren, Feuermalen und Altersflecken zum Einsatz kommen. Der CO2-Laser beispielsweise trägt Aknenarben Schicht für Schicht ab und regt die Hauterneuerung an. Nach fünf bis sechs Tagen verschwinden die Krusten, die nach der Behandlung entstehen. Hautrötungen und Bläschenbildungen gehören zu den Risiken.

Da es bei unsachgemäßer Behandlung auch zu Narbenbildung und Hyperpigmentierung kommen kann, ist ein erfahrener Dermatologe im Vorteil. Die Hautärztinnen Dr. Patricia Ogilvie und Dr. Alexandra Ogilvie sind Fachärztinnen für Lasertherapie und wenden verschiedene Laser regelmäßig in ihrer Praxis an.