Vielen Menschen fallen sie beim Blick in den Spiegel unangenehm auf: Augenringe. Während die Einen zum kalten Löffel greifen, schwören Andere auf frische Gurkenscheiben, die auf die Augen gelegt werden, um die Zeugen von wenig Schlaf und Flüssigkeitsmangel zu vertreiben. Der Effekt dieser Hausmittel mag bei den so genannten blue circles kurzfristig helfen, bei den brown circles sind jedoch andere Maßnahmen, wie die Lasertherapie, gefragt. Was die beiden Arten von Augenringen tatsächlich auslöst, was sie ausmacht und welche Behandlungen Ihre Augen den ganzen Tag strahlen lassen, verraten wir Ihnen in unserem Artikel.

Wie entstehen Augenringe?

Es wird zwischen brown und blue circles unterschieden. Namensgebend ist hierbei die Einfärbung der Augenringe. Sind dunklere Hauttypen in der Regel von brown circles betroffen, zeichnen sich die Augenringe bei hellhäutigen Menschen eher bläulich auf der Haut ab.

Bräunliche Augenringe sind meist durch vermehrte oberflächliche Ablagerungen von Melanin zu erklären, die ab dem 20. Lebensjahr auftreten und dann weiter zunehmen. Die Farbintensität von blue circles ist analgenbedingt – so können sie bereits im Kindesalter auftreten, verstärken sich jedoch mit zunehmendem Alter durch das Absinken des Wangengewebes. Die bläuliche Farbe entsteht vermutlich durch die dünne Haut und fehlendes Gewebe am Unterlid. So können darunterliegende Strukturen leicht durchschimmern. Hinzu kommt, dass an dieser Stelle wahrscheinlich oxidierte Eisenmetalle eingelagert werden, die zusätzlich für die charakteristische Blaufärbung sorgen.

Sanfte, non-invasive Methoden

Gegen die brown circles können Produkte Anwendung finden, die einen pigmentaufhellenden Effekt haben, etwa Vitamin C- und Vitamin A-Säure oder Hydrochinon. Diese Wirkstoffe können vorsichtig auf dem Unterlid verteilt werden. Spezielle Peelings dürfen nur vom Experten durchgeführt werden, schließlich soll die Behandlung nicht ins Auge gehen.

Gegen die blue circles gibt es wenige non-invasive Methoden. Eine Möglichkeit sind jedoch Produkte mit so genanntem Haloxyl, das die oxidierten Eisenbestandteile sanft auflöst. Gegen durchscheinende Strukturen hilft diese Methode aber leider nicht. Dafür gibt es minimal-invasive Behandlungen.

Schonende Entfernung der Augenringe

Ähnlich wie bei der Behandlung von bräunlichen Pigmentflecken, kommt auch bei der Entfernung der brown circles eine Lasertherapie mit IPL oder FRAXEL infrage. Je dunkler der Hauttyp, desto eher sind mehrere Sitzungen mit niedriger Laser-Energie nötig, um eine Nachpigmentierung zu verhindern und die Augenringe kontinuierlich aufzuhellen.

Da bei bläulichen Augenringen in der Regel eine Art Puffer zwischen der dünnen Haut und den darunterliegenden Strukturen fehlt, ist es möglich, mit Hyaluronsäure zu arbeiten – einer körperverwandten und daher in der Regel sehr gut verträglichen Substanz. Dank neuartiger Vernetzungstechnik bildet die Hyaluronsäure der neueren Generation kaum Wasser und kann somit das fehlende Gewebe am Unterlid ersetzen, ohne durch Wassereinlagerung die blaue Färbung zu verstärken. Die Ergebnisse dieser Behandlung halten bis zu acht Jahren an und bei dem sehr seltenen Fall einer Unverträglichkeit kann die Hyaluronsäure auch wieder aufgelöst und dann vom Körper rückstandslos abtransportiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine Eigenfett-Behandlung, die zwar ebenfalls sehr gut verträglich ist, jedoch durch die natürliche Struktur der Fettzellen für einen welligen Effekt am Unterlid sorgen kann.

Können Augenringe verhindert werden?

Augenringe sind leider anlagenbedingt und können daher nicht restlos vermieden werden. Eine starke braune Pigmentierung kann jedoch durch den entsprechenden Lichtschutzfaktor und das Tragen einer Sonnenbrille abgemildert werden.

Gegen die blue circles hilft ausreichender und guter Schlaf sowie viel Flüssigkeit. Wer lediglich mit leichten Augenringen zu kämpfen hat, dem kann auch ein gut verträgliches und zu den eigenen Hautbedürfnissen passendes Make-Up helfen. Zu allen Möglichkeiten der Entfernung und Abmilderung von Augenringen beraten wir Sie gerne in unserer dermatologischen Privatpraxis.