Ob lackiert, naturbelassen, eckig oder rund geschnitten: Alle Nägel brauchen als Grundlage die richtige Pflege, um schön auszusehen. Und das gilt nicht nur für die Fingernägel, auch die Fußnägel wollen in die Pflege miteingeschlossen werden. Besonders, wenn der Frühling naht und Sie offene Sommerschuhe tragen.

Cremen, cremen, cremen

Unser Gesicht cremen wir Tag für Tag ein und vergessen dabei oftmals unsere Hände. Diese sind den Umwelteinflüssen jedoch genauso ausgesetzt, wie der Rest des Körpers. Unsere Nägel haben es hier besonders schwer. Denn einerseits werden sie von Wasser und Seife genauso trocken und spröde wie die Haut, andererseits haben sie jedoch keine Talgdrüsen, die das Gleichgewicht wiederherstellen könnten. Die Nägel splittern ab und werden brüchig. Hier helfen Cremes und Öle mit ungesättigten Fettsäuren, um die Finger- und Fußnägel zu pflegen und ihnen wichtige Fette zuzuführen.

Vorsicht bei der Nagelpflege

Verwenden Sie für das Saubermachen der Nägel ausschließlich warmes Wasser und Seife sowie eine kleine weiche Bürste. Das mindert das Verletzungsrisiko des sogenannten Hyponychiums – einem kleinen Häutchen, das vor dem Nagelbett sitzt und Fremdkörper fernhält. Wird Schmutz, der sich beispielweise nach der Gartenarbeit unter dem Fingernagel angesammelt hat, mit einer Schere oder anderen scharfen Gegenständen entfernt, können Keime und Bakterien ungehindert unter den Nagel gelangen. Folge hiervon sind schmerzhafte Entzündungen. Seien Sie deshalb vorsichtig beim Reinigen der Nägel.

Die richtige Schnittform

Als Faustregel für die Fingernägel gilt: Die obere Form des Nagels – also die Seite, an der geschnitten wird – sollte in etwa der Form des Mondes entsprechen. Der Mond liegt direkt auf dem Nagelbett und ist meist etwas heller als der übrige Nagel. Bei den Fußnägeln ist die richtige Schnittform sehr individuell und nicht immer leicht zu finden. Hier besteht das Risiko, dass der Nagel seitlich einwächst. Wenn sie unsicher sind, welche Form die richtige ist, lassen sie sich professionell beraten.

Buffer verschließen die Schnittkante

Nägel bestehen aus mehreren Schichten, die durch kleinste Hohlräume voneinander getrennt sind. Nach dem Schneiden fällt es Schmutz und Bakterien leicht sich in den nun offenen Räumen anzusiedeln. Um dies zu vermeiden, gibt es so genannte Buffer. Das sind weiche Schaumstoffblöcke mit einer sehr feinen Körnung. Indem man den geschnittenen Nagel nun vorsichtig abfeilt verschließen sich die Hohlräume und der Nagel ist geschützt.

Nagelhufe schonen die Nagelhaut

Die Nagelhaut schützt die Wachstumszone des Nagels und muss deshalb mit Feingefühl behandelt werden. Grobes Zurückschieben der Haut mit Holzstäbchen wird oft bestraft mit weißen Flecken auf dem Nagel selbst und vermehrtem Wachstum der Nagelhaut. Besser ist, den Nagel regelmäßig mit vitamin- und mineralstoffreichen Produkten zu versorgen und die Haut mit einem Nagelhuf sanft zurückzuschieben. Nagelhufe haben kleine Gummikappen, ähnlich der Beschaffenheit eines Radiergummis, und verletzen die empfindliche Nagelhaut nicht.

Veränderungen beobachten

Viele Krankheiten zeichnen sich früh auf den Nägeln ab und auch Vitamin- oder Eisenmangel machen sich bemerkbar. Aufmerksamkeit zahlt sich hier aus. Wenn Sie plötzliche Rillenbildung, Verfärbungen oder verdickte Stellen bemerken, ist es Zeit für einen Besuch beim Dermatologen. Hinter derartigen Veränderung kann in schlimmen Fällen sogar Hautkrebs stecken. Achten Sie deshalb auf Auffälligkeiten. Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie uns gerne und wir klären die Ursachen ab.