Oft wissen wir nicht genau, was unsere Haut uns mitteilen will, wenn sie beispielsweise juckt, gerötet ist oder fettig glänzt. Für eine schnelle und gezielte Besserung, finden Sie hier eine Art kleinen Übersetzer, der verständlich macht, was Ihrer Haut fehlt und wie Sie ihr helfen können.

Die Haut glänzt fettig

Fettig glänzende Haut lässt sich meist zurückführen auf zu viele lipidhaltige Pflegeprodukte. Die Drüsen können Talg und Schweiß nicht mehr ungehindert nach außen abgeben. Bakterien sammeln sich an und Unreinheiten entstehen. Die Versorgung der Haut mit den nötigen Substanzen regeln die Talgdrüsen meist von ganz allein, deshalb ist zu häufiges cremen eher schädlich. Verwenden Sie ein leichteres Produkt, das Ihre Haut nicht mit lipidhaltigen Inhaltsstoffen überpflegt, sondern Feuchtigkeit spendet.

Immer wieder bilden sich Pickelchen

Dieses Hautproblem ist meist die Folge von zu viel Creme. Eine hormonelle Ursache kann jedoch auch Vorliegen. Verwenden Sie bei zu Pickeln neigender Haut am besten ölfreie Produkte, beispielsweise Moisturizer. Diese geben Ihrer Haut Feuchtigkeit für ein strahlendes Aussehen. Die vermehrte Bildung von Pickelchen kann aber auch auf eine Rosacea hindeuten. Hierbei handelt es sich um eine Entzündungsreaktion, die eine vermehrte Durchblutung zur Folge hat. Suchen Sie bei einem solchen Verdacht immer einen Hautarzt auf!

Die Haut ist gerötet

Dies kann auf eine Allergie hindeuten. Für eine genaue Diagnose sollten Sie einen Dermatologen bzw. Allergologen aufsuchen und einen entsprechenden Test durchführen lassen. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie sensibel auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren, meiden Sie diese oder testen Sie das Produkt erst in der Armbeuge und beobachten die Reaktion der Haut. Wenn insbesondere die Wangen und Nase stark gerötet und Äderchen zu erkennen sind, liegt die Vermutung nahe, dass sie an Couperose (einer Vorstufe der Rosacea) leiden. Sprechen Sie auch in diesem Fall mit Ihrem Hautarzt.

Raue Stellen, die jucken oder sich schuppen

Trockene Stellen lassen sich meist auf einen Feuchtigkeitsmangel zurückführen. Dies geschieht meist dann, wenn die Haut zum Winter hin die Feuchthaltefaktoren herunterreguliert. Besonders mit zunehmendem Alter treten vermehrt raue Stellen auf, da die Zellerneuerung verlangsamt abläuft. Abhilfe bringen hier Produkte, die Glycerin, Niacinamid oder Urea enthalten und der Haut helfen, die Feuchtigkeit zu halten.

Juckende Haut geht oft mit Lipidmangel einher oder ist Folge einer Allergie. Die Probleme verschwinden sobald sich die Haut wieder erholt hat und die allergieauslösenden Stoffe gemieden werden. Dennoch sollten die Ursachen genau abgeklärt werden. Juckende Haut ist zudem oft ein Zeichen innerer Erkrankungen, wie Infektionen, Lebererkrankungen oder Niereninsuffizienz. Auch Neurodermitis macht sich durch verstärkten Juckreiz in der Arm- oder Kniebeuge bemerkbar.

Bei sehr stark schuppender Haut ist es wichtig, abzuklären, ob eine Schuppenflechte vorliegt. Diese wird oft erst sehr spät oder gar nicht diagnostiziert. Suchen Sie bei Verdacht immer einen Dermatologen auf.

Schwellungen unter den Augen

Falls die Schwellungen Sie direkt nach dem Aufstehen noch müde aussehen lassen, müssen Sie sich keinen Sorgen machen. Die Flüssigkeit, die sich über Nacht angesammelt hat, wird der Schwerkraft folgend abfließen. Saisonal bedingte Allergien, wie Heuschnupfen, können ebenfalls Schwellungen der Lider verursachen. In extrem seltenen Fällen können Unterlidschwellungen Anzeichen für eine Nierenschwäche oder eine Herzinsuffizienz sein. Oft sind jedoch Fettpölsterchen schuld an leichten Schwellungen. In diesen Fällen hilft die Lipolyse, auch „Fett-weg-Spritze“ genannt.

Die Haut wirkt fahl und grau

Wie bereits erwähnt, verlangsamt sich die Zellerneuerung mit zunehmendem Alter. Aus diesem Grund bleiben die frischen Hautzellen unter den nicht mehr vitalen verborgen und dringen nicht bis an die Hautoberfläche. Für einen frischen, jugendlichen Teint kann eine Microdermabrasion sorgen. Dabei werden in einer schonenden Behandlung die nicht mehr vitalen Hautzellen abgetragen. Milde Fruchtsäurepeelings und Cremes mit dem Inhaltsstoff Retinol sorgen ebenfalls für den „Glow-Effekt“.

Dunkle Flecken stören das Hautbild

Hier kommen wir zur Krebsvorsorge. Auffällig dunkle Flecken sollten immer von einem Hautarzt untersucht werden, um ein Melanom und somit Hautkrebs auszuschließen. In regelmäßigen Abständen müssen auch Pigmentflecken sowie Muttermale kontrolliert werden.

Unbedenklich sind Sonnenflecken, auch Solar-Lentigines genannt. Dies sind eher bräunliche Flecken, die mit einer Laserbehandlung entfernt werden können. Ebenfalls harmlos sind hormonell bedingte Hyperpigmentierungen bei jungen Frauen. Diese Flecken werden Melasmen genannte und können mit einer Spezialbehandlung aufgehellt werden. Zur Vorbeugung ist ein konsequenter Sonnenschutz unerlässlich!

Erhabene Narben

Der Körper leistet ganze Arbeit, wenn er das Gewebe neu wachsen lassen muss. In manchen Fällen wächst das Gewebe, das eigentlich nur eine Verletzung schließen soll ungehindert weiter. Dieses Wachstum über den eigentlichen Verletzungsrand hinaus nennt man Keloide. Hier hilft nur ein Besuch beim Facharzt. Bei der Behandlung finden Druckverbände, Kortisonunterspritzungen, Vereisungstherapien oder eine Korrektur durch eine Operation Anwendung. Im frühen Stadium kann auch eine Lasertherapie helfen.

Dieser Überblick kann kein ärztliches Gespräch ersetzen. Wenn Sie also unsicher sind, was die richtige Pflege angeht oder Sie Fragen zu Veränderungen Ihres Hautbildes haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer hautärztlichen Praxis. Wir finden eine individuelle Lösung für Ihr Anliegen!