Unsere Haut hat im Winter nichts zu lachen: kalte Temperaturen und Heizungsluft strapazieren und trocknen sie aus. Insbesondere die Haut über 40 neigt in den kälteren Monaten zu Trockenheit. Worauf Sie bei der Pflege von reiferer Haut im Winter achten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Warum trocknet die Haut im Winter so aus?

Die Haut wird im Winter besonders beansprucht. Der ständige Wechsel zwischen Minustemperaturen draußen und warmer Heizungsluft drinnen senkt ihre Barrierefunktion. Die Folgen sind trockene und raue Stellen. Außerdem reduzieren die Talgdrüsen Ihre Fettproduktion bei sinkenden Temperaturen. Die Feuchtigkeit der Haut verdunstet schneller – dies begünstigt die Austrocknung. Zudem wird die Haut im Winter mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, da die winterliche Kälte die Blutgefäße verengen lässt. Deshalb wirken wir im Winter auch meist blass.

Welchen Einfluss haben die Wechseljahre auf unsere Haut?

Die Wechseljahre machen sich häufig auch an der Haut bemerkbar. Insbesondere die Gesichtshaut neigt in den Wechseljahren eher zu Trockenheit und die Spannkraft lässt nach. Grund dafür ist der veränderte Hormonhaushalt. Denn mit dem sinkenden Östrogenspiegel sinkt auch die Kollagenbildung. Die Haut verliert dadurch zunehmend an Elastizität und wird trockener und dünner. Die natürliche Barrierefunktion der Haut wird durch die verlangsamte Zellerneuerung an der Hautoberfläche herabgesetzt – der Feuchtigkeits- sowie Fettgehalt können aus dem Gleichgewicht geraten und die Haut wird anfälliger für äußere Umwelteinflüsse.

Wie pflege ich meine Haut im Winter richtig?

Tun Sie Ihrer Haut im Winter etwas Gutes und strapazieren Sie sie so wenig wie möglich. Wichtig ist vor allem der Sonnenschutz: Denn auch im Winter müssen wir uns vor UV-Strahlen schützen. Tragen Sie diesen gleich nach der Reinigung auf, damit sich die Filter mit den oberen Hautzellen verbinden können. Verzichten Sie zudem auf alkoholhaltige Gesichtsreiniger – diese trocknen Ihre Haut zusätzlich aus. Tragen Sie bei Bedarf gleich nach der Reinigung ein Serum auf. Die Wirkstoffe dringen dann tief in die noch unversiegelte Haut ein. Feuchtigkeitsspendende Tagespflegen, die beispielsweise Sojaextrakte enthalten, können die Prozesse in der Haut, die mit Östrogen in Zusammenhang stehen, ankurbeln. Dies verlangsamt die Hautalterung während der Menopause. Aber auch Ingwerextrakte und Kokosöl haben einen positiven Einfluss auf unserer Haut.

Braucht meine Körperhaut auch eine spezielle Pflege im Winter?

Ja! Auch die Körperhaut will im Winter verwöhnt und gepflegt werden. Vermeiden Sie langes Duschen und Baden und zu heiße Wassertemperaturen. Die Fettlöslichkeit steigt nämlich mit steigenden Temperaturen. Vorsicht ist auch bei seifenhaltigen Wasch-, Dusch- und Badezusätzen geboten: Sie waschen Lipide aus der Hautbarriere und trocknen die Haut zusätzlich aus. Verwenden Sie lieber Dusch- und Badeöle oder seifenfreie Syndets. Cremen Sie Arme und Beine nicht morgens vor dem Ankleiden ein, sondern über Nacht, damit die Pflege nicht gleich von der Kleidung aufgesogen wird. Strapazierte Hände und Füße dick mit Creme einschmieren, Baumwollhandschuhe oder -socken anziehen und über Nacht einwirken lassen. So dringt die Pflege besonders tief ein und schützt Ihre Hände und Füße vor der kalten Winterluft.

Sollten Sie sich eine persönliche Hauttyp-Beratung wünschen, führen wir diese sehr gerne in unserer Hautarztpraxis durch.